Die Behandlung von CADASIL

Was können Sie selbst tun, um dem Fortschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken? Worauf sollten Sie achten?

Für jeden Betroffenen sollte es ein wichtiges Ziel sein, steuerbare, schädliche Einflüsse auf die Blutgefäße zu minimieren. Zu den erwiesenermaßen schädlichen Einflüssen gehören: Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörung, Übergewicht, mangelnde körperliche Aktivität. Dies bedeutet: Rauchen sollte beendet werden. Blutdruck, Blutzuckerwerte und Cholesterinwerte sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert und ggf. gezielt behandelt werden. Auch die "Pille" stellt einen Risikofaktor dar. Deshalb sollten Frauen - wenn möglich - auf deren Einnahme verzichten oder ggf. auf ein Präparat mit niedrigerem Östrogenanteil (Östrogengehalt kleiner 50 µg) wechseln. Darüber hinaus sollte auf eine ausreichende Trinkmenge (2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag; Kaffee, Schwarztee, oder Alkoholika nicht mit eingerechnet) geachtet werden. Dies gilt insbesondere für heiße Tage.

Gibt es eine Behandlung für CADASIL?

Viele Symptome von CADASIL lassen sich wirkungsvoll bessern: So können Migräneattacken, Depressionen und teilweise auch Gedächtnisstörungen mit erprobten Medikamenten behandelt werden. Die Verordnung dieser Medikamente sollte durch einen erfahrenen Neurologen oder Psychiater erfolgen. Auch nichtmedikamentöse Therapieformen sollten bei entsprechenden Beschwerden genutzt werden: So lassen sich durch Krankengymnastik, Sprach-/Sprechtherapie (Logopädie), und Beschäftigungstherapie Symptome der Erkrankung oftmals günstig beeinflussen. Fragen Sie Ihren behandelnden Neurologen danach! Für die Behandlung mit "blutverdünnenden" Medikamenten gibt es derzeit keine Studien, die deren Wirkung speziell bei CADASIl untersuchen: Gemäß den aktuellen Leitlienien der Schlaganfalltherapie empfehlen wir derzeit bei Patienten mit einem bereits stattgehabten Schlaganfall die Einnahme einer geringen Dosis von Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®), da bei Schlaganfallpatienten allgemein das Risiko eines erneuten Schlaganfalls dadurch nachweisbar gesenkt werden konnte (sogenannte Sekundärprophylaxe). Unter bestimmten Umständen kann die Blutverdünnung auch mit Dipyridamol (Aggrenox®, Curantyl®) oder C1opidogrel (Plavix®, Iscover®) durchgeführt werden.